andree. kommunikation

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Marketing im Internet der Dinge – oder die Magie der Information

Nach all den Begriffen wie Content-Marketing, Native Advertising, Social-Media-Marketing, Bannerwerbung, Affiliate Marketing, Direct-Marketing, Influencer Marketing – halt… NACH? Nein. Während und zusätzlich… vielleicht. Jetzt zumindest wird die totale Vernetzung offenbar und gut. Das Internet der Dinge ist da und wird  im Marketing eine bedeutende Rolle übernehmen.

Das Internet der Dinge, und damit sind nun wirklich alle Dinge gemeint, die einem so einfallen, bietet Informationen zur Marketing-Planung, bietet Kommunikationspunkte und -gründe, bietet neue Transportmöglichkeiten von Inhalten im Überfluss.

Autos, Kühlschränke, Heizungen, Wearables, Verkaufsregale, Schaufenster, Maschinen und Werkzeuge, Hotelzimmer, Produkte, Kleidungsstücke und und und lernen gerade miteinander, mit uns, mit anderen zu reden, Informationen auszutauschen und Informationen zu sammeln. Je mehr Informationen vorhanden sind, desto präziser wird – und so die Angst vieler – auch die persönliche Transparenz derer, die die Dinge besitzen. Desto präziser wird aber auch das individuelle Angebot an Informationen, die ich nutzen kann und desto präziser ist auch die Steuerungsmöglichkeit der Informationen für die, die Informationen haben und für die, die diese Informationen haben wollen.

Ein gutes Beispiel aus dem künftigen Arbeitsalltag zeigt unter anderem Cisco. An einem Morgen wurde das erste Meeting um 45 Minuten verschoben. Der Kalender informiert die anderen Geräte im Lebensumfeld des Meeting-Teilnehmers, die dann mit- und untereinander neue Zeiten für den Ablauf des Tages vereinbaren. Das Auto gibt an, dass es auf dem Weg zur Arbeit noch getankt werden muss – Dauer etwa 5 Minuten. Das Navigationssystem speist ein, dass es auf der Route zur Arbeit einen Unfall gab – Verspätung 15 Minuten. Der Wecker errechnet daraus, dass der Teilnehmer 5 Minuten länger schlafen kann. Er gibt Info an die Kaffeemaschine, sich ebenfalls 5 Minuten später einzuschalten und das Auto bekommt die Info, die Standheizung einzuschalten, weil laut Wetterdienst  ein nächtlicher Schneesturm die Scheiben vereist hat.

Marketing im Internet der Dinge meint aber nicht nur den wichtigen Consumer-Massenmarkt, sondern gerade auch den B2B Markt mit den heute noch so verschwenderisch eingesetzten, streuverlustbehafteten Marketingtools. Gerade hier bieten sich überzeugende und perspektivisch begeisternde Möglichkeiten zu einer höchst effizienten Kommunikation mit denen, die gute, direkte und präzise Informationen suchen und fordern.

Industrie 4.0 – diese verheißungsvolle Hightech-Strategie und Vision (unter anderem der Bundesregierung) – funktioniert nur, wenn das Internet der Dinge funktioniert und alle am Wirtschaftsprozess Beteiligten Informationen geben, nehmen und verteilen. Interessant ist es schon längst im Bereich „Smart“-Services, wenn „Dinge“, wie zum Beispiel Maschinen, wichtige Informationen von sich aus liefern und intelligente Empfänger daraus die richtigen, zeitnahen und ressourcenschonenden Maßnahmen ergreifen oder anbieten.

Aber in allen Wirtschaftszweigen und Branchen liegt der unermessliche Charme des Internets der Dinge und dessen Kombination mit verknüpften, intelligenten Systemen in der direkten Integration von Kunden und Geschäftspartnern in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse und damit in Flexibilität, Schnelligkeit, Individualisierbarkeit und letztlich in eine optimierte nachhaltige Handlungsweise.

Marketing im Internet der Dinge heisst, nicht mehr Zielgruppen zu bestimmten Gelegenheiten, Zeiten oder an bestimmten Orten allgemein anzusprechen, sondern mit jeder einzelnen Zielperson im direkten Dialog zu stehen und Dinge anzubieten, wenn sie gesucht werden oder auf Grund der vorhandenen Daten und bekannten Verhaltensweisen oder Abläufe wahrscheinlich werden. Marketing-Kommunikation bedeutet daher, dass für neue vernetzte Systeme neue Strategien, neue Ausdrucksformen und neue Kampagnen entwickelt werden müssen. Und das gilt insbesondere auch für Recruiting, denn auf Nachfragermärkten sind gut platzierte Informationen bei Interessenten von besonderem Wert für Anbietende.

Sorry für die „hübschen Bildchen-Macher“: jetzt heisst es vernetzt denken, Menschen kennen, Technologien verstehen, Daten lesen und Wissen anwenden, denn Marketing und Marketing-Kommunikation wird allgegenwärtig und allumfassend.

 

 

Bildquelle: Intel Corporation 2013